Einzelmaterial · Wer liest mit? Was folgt daraus?
Deine Entscheidungskarte
Dein Auftrag Du entwickelst eine eigene Empfehlung und sendest eine sachliche Rückfrage an eine reale Person. · 35 Minuten
Benötigt: Fallkarte und eigener Entwurf · Ausgefüllte Schulwegkarte · Freigegebenes Schulwerkzeug und reale Partnerperson; bei Ausfall Papier und Nachholtermin
Du kannst mündlich, im Heft oder auf diesem Blatt antworten.
Dein Fall: die Einladung zum Schulfest
Die erfundene Klasse 6b organisiert einen Bastelstand. Sie möchte Familien einladen und die Helferschichten innerhalb der Klasse verteilen. Zur Wahl stehen ein geschlossener Klassenraum und eine öffentliche Schulnachricht, die die zuständige Lehrperson freigeben müsste.
Du beurteilst diesen erfundenen Fall. Veröffentliche keine Einladung und spiele die Ausgrenzung nicht nach. Die echte Nachricht unten dient nur der sachlichen Rückmeldung zu deiner Empfehlung.
Auf schmalem Bildschirm: Tabelle seitlich verschieben. Mit Tastatur: Tabellenbereich mit Tab wählen, dann Pfeiltasten nutzen.
| Beleg | Was im Fall feststeht |
|---|---|
| Zugang | Den Klassenraum können alle 26 Kinder der Klasse und die Lehrperson lesen, Familien jedoch nicht. Die öffentliche Schulnachricht ist ohne Konto lesbar. |
| Inhalt | Ein eigener Einladungstext mit Zeit und Ort liegt vor. Ein Foto zeigt erkennbar drei Kinder. Für eine öffentliche Bildnutzung ist keine Erlaubnis geklärt. |
| Selbstdarstellung | Eine Bildunterschrift behauptet: „Bei uns klappt alles beim ersten Versuch.“ Es gab mehrere Fehlversuche. |
| Konflikt | Unter dem Entwurf im Klassenraum schließt eine kleine Gruppe die fiktive Person Toni über mehrere Tage gezielt von der Standplanung aus. Beiträge werden kopiert. Toni findet allein kaum Gehör. |
| Regel | Im erfundenen Klassenraum dürfen nur Klassenmitglieder und Lehrperson schreiben. Öffentliche Schulnachrichten gibt die zuständige Lehrperson frei. Kein Kind muss ein privates Konto anlegen. |
Entwurf behalten
Erstelle deine Entscheidungskarte in fünf kurzen Punkten. Wähle passende Wege für Einladung und Schichtplanung; du darfst die Zwecke trennen. Begründe deine Gewichtung, statt nur Vor- und Nachteile aufzulisten.
Etwa fünf bis acht kurze Sätze oder eine übersichtliche Stichpunktkarte. Bewahre diesen ersten Entwurf auf.
1. Zweck und gewählter Weg. 2. Nutzen, Einwand und Gewichtung mit Fallbeleg. 3. Bild/Text: mögliche Wirkung und nötige Änderung. 4. Ausgrenzung: verstärkende Bedingung, Verantwortung, Unterstützung und zuständiger Hilfeweg. 5. Eine noch offene Frage.
Zwei Zwecke erkennen
Markiere „Familien einladen“ und „Helferschichten innerhalb der Klasse“. Müssen beide dieselben Informationen sehen?
Hier nachlesen →Vom Beleg zum Grund
Formuliere: Weil im Fall …, entscheide ich … . Dagegen spricht …, wichtiger ist hier … .
Hier nachlesen →Mögliche Lösung vergleichen
Eine mögliche Empfehlung: Einladung als eigener Text ohne ungeklärtes Foto über die freigegebene Schulnachricht; interne Schichtplanung im Klassenraum. So werden Familien erreicht, ohne Schichtdaten öffentlich zu machen. Die größere Reichweite hilft der Einladung, erhöht aber die mögliche Weitergabe. Das „beim ersten Versuch“ wird sachlich korrigiert; ein Erfolg darf trotzdem gezeigt werden. Kopien verstärken die Ausgrenzung. Verantwortung liegt bei Angreifenden/Verbreitenden. Toni unterstützen und mit der Lehrperson den schulischen Hilfe- und Meldeweg nutzen. Andere begründete Lösungen sind möglich, etwa eine von der Schule verteilte Papiereinladung. Die gesamte Einladung nur im Klassenraum zu belassen erreicht die Familien im Fall nicht.
Jetzt wirklich austauschen
Nimm deine Entscheidungskarte als Grundlage. Sende einer vereinbarten realen Person eine selbst formulierte kurze Nachricht: Empfehlung, ein Grund und eine konkrete Frage dazu. Nur sachliche Übungsinhalte; keine echten Konfliktdetails oder Angaben über Dritte.
Dein Startort
Die Lehrperson stellt den freigegebenen Schulweg und eine reale Partnerperson bereit. Lies die ausgefüllte Schulwegkarte. Prüfe zwei tatsächliche Bedingungen (z. B. zugelassene Nutzer und Empfängerkreis) und sage, was daraus für deine Nachricht folgt. Unklare Freigabe zuerst klären.
Öffne den freigegebenen Weg. Erstelle deine Nachricht; prüfe den vereinbarten Empfänger vor dem Senden. Bitte um eine sachliche Rückmeldung zu einer bestimmten Stelle deiner Karte. Nenne keine Namen realer Personen in der Lernwerk-Notiz.
Mein Schulweg oder Papier bei Ausfall
- Benutze die Start-, Sende- und Antwortwege auf der ausgefüllten Schulwegkarte. Bei gemeinsamem Gerät sendet und beantwortet jede Person selbst.
- Wenn die Partnerperson fehlt, übernimmt eine erreichbare Lehrperson die Rückmeldung. Vereinbart die Antwort noch in dieser Unterrichtsphase.
- Ohne Schulzugang: Schreibe die Nachricht auf Papier, gib sie der realen Partnerperson und erhalte eine Antwort. Markiere den digitalen Austausch als offen; hole ihn zum vereinbarten Termin nach.
Zurück im Lernwerk: Kehre danach zu dieser Seite zurück und notiere deine eigene Formulierung sowie die zwei Bedingungen. Die echte Antwort bearbeitest du im nächsten Schritt. Eine Notiz im Lernwerk sendet keine Nachricht.
Die Partnerantwort nicht kopieren. Im nächsten Schritt fasst du den sachlichen Hinweis ohne Personendaten zusammen.
Nur meine eigene sachliche Nachricht und zwei geltende Bedingungen mit ihrer Folge. Falls kein Zugang vorhanden: „digital noch offen“.
Eine konkrete Frage stellen
Frage zu einer Stelle, etwa: „Welcher Einwand gegen meinen Weg fehlt noch?“ Vermeide nur „Ist alles gut?“.
Hier nachlesen →Jetzt erklärst du
Prüfe dein Ergebnis
Du entwickelst eine eigene Empfehlung und sendest eine sachliche Rückfrage an eine reale Person.
Vergleiche deine eigene Erklärung mit den Kriterien. Du kannst hier, mündlich oder im Heft arbeiten.
- Meine Empfehlung berücksichtigt beide Zwecke und wiegt Gründe ab.
- Ich nenne eine mögliche Wirkung sowie einen begründeten Hilfeweg.
- Ich habe selbst eine Nachricht gesendet und zwei aktuelle Bedingungen angewandt – oder die fehlende digitale Handlung ausdrücklich offen gelassen.
IuM-Lernwerk · CC BY-SA 4.0 · IUM-6-M06-KOMMUNIKATION / entscheidung · 2.0.0
