Zum Inhalt
IuM Lernwerk 7 – Informatik und Medienbildung

IuM 7 durchführen

Jahresleitfaden · 36 Netto-UE · Stand 28.10.2026

Vier ausgearbeitete Lernbögen verbinden Medienbildung und Informatik. Das gemeinsame Muster ist: eine Vermutung prüfen, ein eigenes Ergebnis herstellen oder begründen, Rückmeldung nutzen und an einem veränderten Fall erneut entscheiden. Das bedeutet nicht, dass alle Bögen dieselbe Methode brauchen.

Material schnell finden

Lernbogen Minuten Durchführung Sicherung Briefing
Medien 270 Plan und Erwartungen Gemeinsame Sätze Vorlesetext
Daten 270 Plan und Erwartungen Begriffe und Modelle Vorlesetext
Programmieren 405 Lehrpersonenübersicht Wissen und Hilfen Vorlesetext
Gaming und Wohlbefinden 270 Plan und Erwartungen Fachliche Sicherung Vorlesetext

Ein Jahreskonto, keine doppelten Minuten

Konto Minuten Verwendung
Vier Lernbögen 1215 270 + 270 + 405 + 270; 27 UE
Eingangsdiagnose 90 Zwei vollständige Stunden; fünf Kompetenzbereiche
Verteilte Wiederaufnahme 90 Medien 20, Daten 20, Programmieren 30, gemischt 20
Gezielte Unterstützung 135 Fehlende Voraussetzungen und echte Nachholhandlungen
Organisation 45 Jahresbezogene Organisation außerhalb der Aufgaben
Freier Puffer 45 Noch nicht verplant
Gesamt 1620 36 Netto-UE

ALG-1 enthält bereits 45 Minuten Wiederaufnahme. GAM-6 enthält bereits 15 Minuten verzögerte Reflexion. Beide gehören zum jeweiligen Kern und werden nicht nochmals als Jahresabruf gebucht. Parallel arbeitende Teilgruppen vervielfachen die Unterrichtsminuten nicht. Fehlende Nachweise werden auch nach Ablauf des Budgets als offen dokumentiert.

Abfolge und Kalender

Mit der Eingangsdiagnose beginnen; anschließend Medien → Daten → Programmieren → Gaming. Medien und Daten können bei begründetem Bedarf tauschen. Innerhalb der Programmierfolge baut ALG-5 auf ALG-3/4 auf. Übergänge mit kurzen Impulsen liegen im bereits vorgesehenen Einstieg der Folgeaufgabe.

Die ersten drei Wiederaufnahmen möglichst 1–2 Wochen nach Abschluss des jeweiligen Bogens platzieren: Medien während Daten, Daten während Programmieren, Code während Gaming. Gemischte Fälle folgen vor dem Übergang zu Klasse 8. Die vier Blöcke zählen zusammen 90 Minuten und verschieben die nachfolgenden Aufgaben entsprechend; sie kommen nicht unsichtbar in deren Minutenfenster hinein. Den Termin jeweils am Ende des Bogens festlegen.

GAM-4 und GAM-6 müssen 1–2 Wochen auseinanderliegen. Für eine Wochenstunde passt der Sechs-Stunden-Plan im Gamingbogen; bei anderer Taktung die im Plan genannten Zwischenstände verwenden. Die Planung setzt 36 tatsächlich verfügbare Stunden voraus. Bei weniger Stunden zuerst das reale Zeitkonto mit der Fachschaft klären; Ziele nicht durch Materialausteilen als erledigt ausweisen.

Eingangsdiagnose bereitstellen

Lernendenmaterial als PDF · Durchführung und Erwartungen als PDF · Startdatei für die Geräteaufgabe · Beobachtungsraster

Die vorhandene Diagnose umfasst 90 Minuten, keine zusätzliche Prüfung. Geräteaufgabe wirklich ausführen lassen; Abwesenheit oder fehlendes Gerät als „nicht beurteilbar“ festhalten. Keine Gesamtpunktzahl und keine Ableitung privater Kompetenz aus einer Selbstangabe. Die PDFs enthalten die vollständigen Aufträge und Hilfen. Vor Ort den Dateipfad, ein geeignetes Programm und die Ausgabe der Arbeitsblätter vorbereiten.

Engstellen steuern

MED-5 (45 Minuten): Vor der Stunde den Fall und die vier Kommunikationskarten bereithalten. Die vorgegebenen Beispiele K1/K2 entlasten; nicht zusätzlich abschreiben lassen. Kurze Stichworte oder mündliche Erklärung gelten gleichwertig. Die eigene Einordnung K3/K4, der sichere Kommunikationsweg und der neue Transfer bleiben erhalten. Bei Zeitüberschreitung den konkreten offenen Schritt aus dem Unterstützungskonto fortsetzen.

ALG-6 (60 Minuten): Eine Ablaufkarte bündelt die Nachweise; elf Kriterien sind keine elf Zusatzprodukte. Zuerst vorhersagen, dann am Code prüfen. Öffentliche Musterlösungen sind kein gesicherter Prüfungsraum: eigene Begründung und veränderter Fall entscheiden. Reicht das Fenster nicht, die fehlende Erklärung gezielt nachholen; nicht den letzten Transfer stillschweigend streichen.

MED-3/DAT-3: Dateien und Bild-/Rastermaterial vorab öffnen. Fremde Interpretation beziehungsweise fremde Rekonstruktion tatsächlich ermöglichen. Bei Ausfall ist ein eigener Selbsttest kein gleichwertiger Nachweis. GAM-4/5: Die geplanten echten schulischen Medienphasen erhalten; ein Gespräch darüber ersetzt die Erprobung nicht.

Rückmeldung und Übergabe

Nach jedem Bogen knapp festhalten: konkretes Produkt – gelungene Erklärung – offene Stelle – genutzte Hilfe – nächste Prüfung – gebuchte Zusatzminuten. Nur sachliche Nachweise weitergeben. Private Denkpausen bleiben bei den Lernenden. Nicht erfolgte Eigenreflexion darf weder erzwungen noch aus einem Fallurteil als erreicht abgeleitet werden.

Die 29 Zielzuordnungen zeigen, wo Angebote und Nachweise liegen; sie sind kein Versprechen, dass jede Person die Ziele bereits erreicht hat. Die Erwartungen zur Wiederaufnahme enthalten kurze Anschlussentscheidungen für Klasse 8.

Planbasis und Grenzen

Das Projekt verwendet das vereinbarte Inhaltsmapping zur Anhörungsfassung vom 21.09.2026. Das ist von der jeweils verbindlichen schulischen Planlage zu unterscheiden. Die Ministeriumsseite zu IuM nennt am 28.10.2026 für die Übergangszeit in Klasse 5–7 bestehende Bildungspläne und Lesehilfe. Ein konkretes neues Inkrafttretensdatum wird daraus hier nicht abgeleitet.

Redaktionelle und technische Prüfung liegen vor; tatsächliche Lernergebnisse, Zeitbedarf und Einsatz auf den konkreten Schulgeräten sind noch zu erheben. Eigene neue Texte und Fälle: CC BY-SA 4.0; Rechte der bestehenden Materialien siehe die Quellenhinweise in jedem Lernbogen.

Anschluss aus Klasse 6

In der vorhandenen Eingangsdiagnose zunächst eine sachliche Arbeit aus Klasse 6 heranziehen: Quellenakte, Grafik mit Code oder revidierte Erklärung. Jede Person benennt ihren Beitrag und eine offene Handlung; anschließend entscheidet die eigene Bearbeitung des neuen Diagnosefalls über die Hilfe. Ein Gruppenprodukt allein belegt kein individuelles Können. Fehlt das Vorprodukt oder erfolgt ein Quereinstieg, bleibt die bereitliegende Startdatei der gemeinsame Einstieg. Private Reflexionen und Hilfeanliegen werden nicht übernommen. Dieser Anschluss ersetzt die bisherige allgemeine Vorerfahrungsabfrage; die 90 Minuten bleiben unverändert.