Für Lehrpersonen · G6-M06
Wer liest mit? Was folgt daraus?
M06 verbindet eine abgewogene Entscheidung mit tatsächlich ausgeführter Kommunikation. Das neutrale Fallurteil, der reale Austausch und die geschützte eigene Rechteprüfung werden getrennt betrachtet. Keine persönlichen Konflikte nachspielen lassen.
Zeit: 165 Kernminuten: 20 Orientierung, 30 Anleitung, 35 Anwendung, 25 Rückmeldung/Revision, 30 eigene Rechteprüfung, 25 Transfer/Sicherung. Davor 6 Minuten M03 und 7 Minuten M05; später zweimal 5 Minuten M06 aus den vorhandenen Abrufkonten.
Unterricht kompakt: die Einheit im Überblick →Vorbereitung, die vor Ort entschieden werden muss
Füllen Sie die Schulwegkarte aus und stellen Sie sie sichtbar bereit: freigegebenes Werkzeug, Start/Senden/Antworten, aktuelle Nutzungsbedingungen mit Quelle/Datum, zulässiger Empfängerkreis, benötigte Daten, Ablage-/Löschregeln. Prüfen Sie den tatsächlichen Schulzugang. Vereinbaren Sie reale Partner und eine erreichbare Ersatzperson; jedes Kind sendet und beantwortet selbst. Öffentliche Veröffentlichung ist nicht Teil der Übung.
Prüfen Sie aktuelle erste und zweite Ansprechperson, vertrauliche Erreichbarkeit und Meldeweg. Beginnen Sie erst mit benanntem Hilfeweg. Keine echten Konflikte zur Unterrichtsdemonstration anfordern. Bei Belastung sachliche Fallarbeit unterbrechen, vertraulichen Kontakt ermöglichen und das schulische Hilfesystem nutzen. Ein Hilfeanliegen ist keine bewertete Aufgabe.
Vorab M03-Abruf sechs Minuten und M05-Abruf sieben Minuten in den dortigen Abrufschritten durchführen. Das sind 13 Minuten aus deren bestehenden Anteilen am 90-Minuten-Jahreskonto, keine zusätzliche M06-Kernzeit.
Verlauf und Zeitentscheidungen
165 Kernminuten: Modell 20 (Anlass 5, vorgemachte Abwägung 10, Zweckwechsel 5); Vergleichen 30 (Räume/Regeln 12, Wirkung/Identität 8, Ausgrenzung/Hilfe 10); Entscheidung 35 (Fall lesen und Entwurf 20, Schulbedingungen prüfen 5, Nachricht senden 10); Revision 25 (gegenseitige Antwort/Nachfrage 10, Überarbeitung 15); Rechte 30 (neutrales Modell samt Veränderung 10, eigener Bezug 15, Korrekturentscheidung 5); Transfer 25 (eigene Bearbeitung 15, Vergleich 5, Sicherung 5).
Das entspricht drei vollen 45-Minuten-Einheiten plus 30 Minuten. Bei 45-Minuten-Takt beispielsweise 20 Modell +25 Vergleich; dann 5 Vergleich +35 Entscheidung +5 Antwort; dann 20 Revision +25 Rechte; zuletzt 5 private Entscheidung +25 Transfer. Die Phase für Antworten innerhalb derselben Stunde oder mit vorbereitetem Antwortfenster sichern. Der vorgeschaltete Abruf benötigt zusätzlich 13 bereits budgetierte Minuten. Zeitannahmen sind noch nicht an einer Klasse erprobt.
M06s zehn spätere Abrufminuten: fünf vor M07, weitere fünf an einem anderen Tag in M07. Dabei eigene Rechteentscheidung eine Minute privat wieder aufgreifen. M07 muss diese Termine übernehmen; Jahresbudget 38 UE bleibt unbestätigt.
Woran Sie Lernen sehen – und wo die Grenze bleibt
Modell/Verhältnis analog–digital: Zweckwechsel und Fallbelege, keine pauschalen Sicherheitsurteile. Vergleich: Regel aus dem fiktiven Fall herausarbeiten, eine aktuelle Schulbedingung anschließend praktisch anwenden. Selbstdarstellung: mögliche Emotion/Überzeugung mit Beleg, ohne sichere Gefühlsdiagnose.
Öffentliche Entscheidungskarte: Nutzen und Gegenargument gewichtet; Zielgruppen erreicht; Rechtefragen getrennt; Ursache der Verstärkung von Verantwortung getrennt; begründete Unterstützungs-/Meldestrategie. Mehrere Wege sind zulässig, wenn sie die Fallbedingungen einhalten. Das kommentierte Gegenbeispiel ist kein auszufüllendes Lösungsmuster.
Reale Kommunikation: eigene sachliche Nachricht, tatsächliche Antwort und eigener Beitrag zur Rückmeldung; bei Bedarf am erlaubten Schulweg beobachten, ohne private Verläufe einzusammeln. Lernwerk-Notizen sind Selbstdokumentation und beweisen allein keinen Versand. Papier unterstützt echten Austausch; digitale Nutzung bleibt ohne Zugang offen.
Private Eigenprüfung P56-04: eigene schulische Medienhandlung, Rechte/Regeln und Korrekturentscheidung. Neutrales Rechtsurteil ist öffentlich prüfbar, eigener Bezug bleibt privat. Freiwillige Durchführungsmeldung ist kein Qualitätsnachweis. Keine private Notiz, Namen von Hilfeempfängern oder persönliche Erfahrung benoten.
Beobachtung → nächste Hilfe
„Öffentlich ist immer schlecht“ → Zweck im Modell ändern lassen: Wer muss erreicht werden? „Geschlossen ist sicher“ → Kopien-Spalte B und C lesen, direkte Sichtbarkeit von Weitergabe trennen.
Nur „fühlt sich schlecht“ → auf ein konkretes Wort im Erfolgspost zeigen und zwei mögliche Wirkungen formulieren lassen. „Nuri/Toni selbst schuld“ → Funktion/Kopie und Verantwortung der Handelnden ausdrücklich trennen; nicht im Rollenspiel angreifen lassen.
„Alles melden“ → Empfänger und Zweck der Meldung nennen lassen: Wer kann helfen, ohne den Angriff öffentlich weiterzuverbreiten? „Foto erlaubt“ → Rechte der Fotografin und der erkennbaren Personen getrennt markieren.
Rückmeldung nur „gut“ → einen Fallbeleg und eine offene Frage anfordern. Lösung abgeschrieben → Wegwahl bei einer veränderten Bedingung mündlich begründen lassen. Keine abweichende Meinung bestrafen, wenn Kriterien und Belege tragen. Bei Leseschwierigkeit Ansichten abschnittweise vorlesen; Fachurteil mündlich möglich. Reale Nachricht darf mit Eingabehilfe entstehen, muss inhaltlich die eigene sein.
Zielzuordnung pro Lernhandlung
3.1.1.1(4): Vergleich der fiktiven Dienstbedingungen, dann zwei tatsächliche Bedingungen des Schulwegs mit Handlungsfolge. 3.1.4.1(2)/(3): Auswirkungen der Konfliktsituation sowie A/B-Vergleich. 3.1.4.1(4)/(5): situationsgerechte eigene Nachricht und Rückmeldung, Reflexion der Ausgrenzungsfolgen.
3.1.4.2(5)/(6): Abwägung sozialer Medien und begründete Wirkungsvermutung; (7)/(8): Merkmale der Ausgrenzung, Hilfe-/Meldeweg und begünstigende Kommunikationsbedingungen. (4): geschützte Reflexion der eigenen schulischen Medienhandlung, ohne öffentliche Freigabebehauptung.
Prozessbezüge aufteilen: 2.3(4)/(6) beim Hilfeweg und seiner Zuständigkeitsgrenze; 2.4(2)/(3) beim tatsächlichen Auswählen/Nutzen des Schulwegs und Anwenden der Regeln; 2.4(5) beim ungeprüften Konto und bekannten Prüfweg; 2.6(9) bei abgewogener Entscheidung und Gegenperspektive. Die Modulliste ist keine Gesamtbewertung jedes Kindes.
Material, Medien und Ausfall
Alle sieben Einzelmaterialien enthalten die Fälle, Aufträge, Hilfen und zuschaltbaren Lösungen. Die Vergleichsansichten sind semantische Texttabellen; gleiche Botschaft und veränderte Bedingungen bleiben nebeneinander prüfbar. Es werden weder echtes Konto noch Plattformbild benötigt. Film oder Ton würde für diesen ruhenden Vergleich keine zusätzliche Lernhandlung erschließen.
Schulwegkarte herunterladen oder ihren Druckinhalt ausgeben. Ohne Netz sind alle Fall- und Wissensinformationen lokal vorhanden; die Originalquellen dienen der Nachprüfung durch Lehrpersonen. Ohne digitalen Schulzugang Nachricht mit realer Person auf Papier austauschen und digitalen Schritt terminieren. Private Anweisungen stehen auf Papier, das private Bildschirmfeld wird nicht gedruckt.
M05-Anschluss: Wirkung nicht allein am Ergebnis beurteilen; eigene Erklärung und Revision sichtbar halten. Recherche-Anschluss: Behauptung, Beleg und Grenze unterscheiden, direkte Hilfe an der Hürde. M07 übernimmt begründete Auswahl von Zielgruppe/Teilweg, Rechteprüfung und tatsächliche Rückmeldung. Redaktionelle Sichtung ersetzt keine Unterrichtserprobung.
Jahrgangsreview: Kernzeit und Kalendertermine
Die genannten Kernblöcke beschreiben die Abfolge innerhalb dieser Reihe. Die vollständigen 45-Minuten-Termine einschließlich Abrufen, Förderung, Organisation und Puffer stehen im gemeinsamen Jahresplan. Nur den im Abrufregister bezeichneten Teil bearbeiten; nicht ein ganzes Blatt zusätzlich zählen.
Fachliche Ergebnisse am vereinbarten Ort aufbewahren. Lernwerk-Arbeitsdatei und externe Produktdateien getrennt sichern; persönliche Reflexionen und Hilfeanliegen nicht in die Jahrgangssammlung aufnehmen.
Individueller Prüfpunkt innerhalb der vorhandenen Aufgabe
Jede Person begründet im Transfer eine veränderte Kanalentscheidung mit Fallbeleg und Grenze. Bei bloßer Regelwiedergabe den Zweck ändern, erneut entscheiden lassen. Persönliche Erfahrungen werden weder verlangt noch weitergereicht.
Der Prüfpunkt liegt im Lernschritt „Andere Bedingungen, neues Urteil“. Er ersetzt eine allgemeine Rückblickfrage innerhalb der vorgesehenen Phase. Beobachten Sie zunächst eigenständiges Handeln; die Hilfe wird nach Bedarf geöffnet. Der erneute Versuch prüft dieselbe Hürde, er eröffnet keine zusätzliche Pflichtphase.
Sicherung: Zweck, Empfängerkreis und mögliche Weitergabe bestimmen einen passenden Kommunikationsweg. Beispiel: Eine technische AG-Anleitung kann öffentlich nützlich sein; private Kontaktdaten gehören nicht automatisch dazu. Grenze: Ein geschlossener Raum verhindert nicht jede Weitergabe; ein unbekanntes Konto belegt keine sichere Identität.
Vorbereitung und offene Gerätehandlungen
Vorab zwei erlaubte schulische Kommunikationswege, Empfängerkonto, Rechte, Dateiformat und konkreten lokalen Hilfeweg prüfen. Die empfangende Person bestätigt den Inhalt aus ihrem eigenen Zugang; ein sichtbarer Senden-Knopf genügt nicht.
Ohne Zugang werden Entscheidung und Nachrichtentext bearbeitet; tatsächliches Senden und Empfangen bleiben ausdrücklich offen. Innerhalb der vorhandenen Gerätephase nachholen, bei größerer Hürde im vorgesehenen Unterstützungskonto dokumentieren. Private Reflexionen weder in die gemeinsame Karte noch in die Übergabe an Klasse 7 aufnehmen.
Alle Lernschritte und Einzelmaterialien
- Ein Beitrag, zwei Wege: Du erkennst, wie Zweck und Empfängerkreis eine Entscheidung verändern. Einzelmaterial
- Gleiche Botschaft, andere Wirkung: Du belegst Unterschiede zwischen Räumen und erklärst, wie sie eine Wirkung verstärken können. Einzelmaterial
- Deine Entscheidungskarte: Du entwickelst eine eigene Empfehlung und sendest eine sachliche Rückfrage an eine reale Person. Einzelmaterial
- Rückmeldung macht einen Unterschied: Du prüfst eine echte Rückmeldung und überarbeitest dieselbe Entscheidungskarte. Einzelmaterial
- Meine eigene Medienhandlung prüfen: Du prüfst Rechte am neutralen Beispiel und denkst danach geschützt über eine eigene schulische Handlung nach. Einzelmaterial
- Andere Bedingungen, neues Urteil: Du überträgst deine Kriterien auf einen veränderten Fall und sicherst deine Entscheidungskarte. Einzelmaterial
- Mit Abstand wieder prüfen: Du erinnerst dich ohne Vorlage und prüfst danach gezielt nach. Einzelmaterial
Planungsbezug, Quellen und Herkunft
Planungsbezug: 3.1.1.1(4), 3.1.4.1(2), 3.1.4.1(3), 3.1.4.1(4), 3.1.4.1(5), 3.1.4.2(4), 3.1.4.2(5), 3.1.4.2(6), 3.1.4.2(7), 3.1.4.2(8). Aktive Projektverteilung zur IuM-Anhörungsfassung vom 21.09.2026, Planungscommit dee82ec. Lerngelegenheiten und begrenzte Nachweise, keine pauschale Kompetenzfreigabe. Eigene Reflexion P56-04 bleibt privat; reale Kommunikation muss tatsächlich stattfinden.
Quellen und Herkunft
Eigene Lerntexte und Darstellungen: IuM-Lernwerk · CC BY-SA 4.0. Verlinkte Originalquellen behalten ihre eigenen Nutzungsbedingungen.
- IuM-Anhörungsfassung Gymnasium · 21.09.2026 · Baden-Württemberg · Originalquelle verlinkt; keine fremden Texte oder Medien übernommen · geprüft 2026-10-22 · Zieltexte aus lokalem Quellenbestand dee82ec, S. 32, 40, 42; Klasse 6 ist Projektverteilung.
- Cybermobbing: Warnsignale erkennen und richtig reagieren · klicksafe · Originalquelle verlinkt; keine fremden Texte oder Medien übernommen · geprüft 2026-10-22 · Abschnitte Merkmale und Handlungsstrategien, aktualisiert 16.02.2026. Pädagogische Hintergrundquelle; örtliche Hilfe separat prüfen.
- Recht am eigenen Bild · § 22 KunstUrhG · Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Originalquelle verlinkt; keine fremden Texte oder Medien übernommen · geprüft 2026-10-22 · Grundsatz der Einwilligung bei Verbreitung und öffentlicher Zurschaustellung. Ausnahmen und Datenschutzrecht erfordern Einzelfallprüfung; Unterricht enthält keine vollständige Rechtsberatung.
- Nutzungsrechte · § 31 UrhG · Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Originalquelle verlinkt; keine fremden Texte oder Medien übernommen · geprüft 2026-10-22 · Nutzungsrechte können auf bestimmte Nutzungsarten und Zwecke beschränkt sein. Eigene vereinfachte Prüffragen, keine Übernahme des Gesetzestextes.
- IuM-Lernwerk: eigene Unterrichtsfälle · IuM-Lernwerk · Originalquelle verlinkt; keine fremden Texte oder Medien übernommen · geprüft 2026-10-22 · Alle Personen, Beiträge, Regeln und Zahlen der Fälle sind erfunden. Keine Abbildungen echter Konten. Eigene Materialien CC BY-SA 4.0.
Einordnung in den gemeinsamen Jahresplan
Die angegebenen Kernblöcke sind keine zusätzlichen Kalenderstunden. 165 Kernminuten werden im 38-UE-Beispielplan zusammen mit Abrufen und Organisationszeit eingeordnet. Unmittelbare Übung innerhalb der Reihe bleibt im Kern, spätere R-Aufträge im eigenen 90-Minuten-Konto.
R04/R05 getrennt aufrufen. Im vorhandenen M06-Modell die Entscheidung beim Zweckwechsel neu begründen; bei bloßer Raumregel zum konkreten Empfängerkreis zurückführen.
