Briefing · Ein Bild, zwei Geschichten
Vorlesetext, Fassung eins. Keine Audiodatei.
Diese Werkstatt dauert neunzig Minuten. Prüfen Sie vor dem Unterricht am Schulgerät den vollständigen Weg vom Bilddownload bis zum erneuten Öffnen einer gespeicherten Variante. Der bekannte, freigegebene Editor ist vorrangig. Photopea ist ein möglicher Referenzweg, keine bereits erteilte Schulfreigabe.
Das Ausgangsbild ist eine eigene schematische Hofzeichnung. Es dokumentiert keine reale Schule. Links liegen Bank und Baum, rechts Papierkorb und Papierstücke. In den ersten fünfzehn Minuten trennt die Klasse Beobachtung und Deutung. Demonstrieren Sie einen Ausschnitt und machen Sie ihn wieder rückgängig. Welche Information verschwindet, welche Aussage wäre nun zu weitgehend?
Es folgen fünfzehn Minuten angeleitete Werkzeugpraxis. Jede Person schneidet zu, verändert Farben, speichert eine Übungskopie und öffnet sie wieder. Fehlende Dateiroutinen müssen jetzt sichtbar werden.
Die nächsten fünfundvierzig Minuten gehören der eigenen Gestaltung. Zuerst werden zwei Absichten geplant. Dann entsteht die erste Variante. Bei zwei Einzelstunden liegt die Pause nach der fünfundvierzigsten Gesamtminute: A und der Plan für B müssen gesichert sein. Die Wiederöffnung ist im Zeitfenster für die zweite Variante enthalten. Beide Varianten zusammen verwenden Ausschnitt und Farbveränderung.
Die Partnerperson deutet die Bilder zunächst ohne Kenntnis der Absicht und nennt ein Bildmerkmal. Danach werden die Rollen gewechselt. Jede Person erhält so eine Rückmeldung zu eigenen Dateien. Fehlt ein Gegenüber, übernehmen Sie diese kurze Funktion. Allgemeines Lob reicht nicht; fragen Sie nach Wirkung und verlorenem Kontext.
In den letzten fünfzehn Minuten wird eine Variante tatsächlich überarbeitet, zusätzlich gespeichert und erneut geöffnet. Wenn dafür mehr Kontext zurückkommen soll, muss die Person wieder vom Original ausgehen. Die exportierte, beschnittene Bilddatei enthält die entfernten Bereiche nicht. Die Bildnotiz verbindet Rückmeldung, Änderung und Wirkung. Zum Schluss prüft ein neuer Fall, ob ein Ausschnitt mit jubelnden Vereinsgästen eine Aussage über alle Gäste erlaubt.
Nehmen Sie keine bloßen Dateinamen als Nachweis ab. Lassen Sie einen Unterschied am geöffneten Bild erklären und eine eigene Bedienhandlung zeigen. Bei Geräteausfall bleiben diese Handlungen offen und müssen mit ehrlicher Zeitbuchung nachgeholt werden. Die gemeinsame Sicherung darf die reale Produktion nicht ersetzen.
Anhang
Material: MED-3 - Ein Bild zwei Geschichten, MED-3 - Bedienkarte Bildbearbeitung. Maßgeblich: Medienbogen - Durchführung und Auswertung.
Revision prüfen · Fassung 1.1
Für die fünf Minuten Bildnotiz können zwei Nachbarpaare ihre Gegenüber tauschen. Wer die Absicht noch nicht kennt, sieht zunächst allein die Revision und nennt einen Eindruck mit Bildstelle. Kennt das Gegenüber den Plan schon, legen die Lernenden beide Fassungen daneben und fragen nach dem wahrgenommenen Unterschied. Geben Sie das Signal zum Rollenwechsel, damit jede Person eine Rückmeldung erhält und kurz in ihrer Bildnotiz festhält.
